Solo-Alben

„Mikroskope“: (VÖ: 26.03.26, Suninga Records)

als Bandcamp-Download, auf spotify, i-tunes, Tidal und allen weiteren gängigen Streamingplattformen

Über drei Jahre hinweg habe ich komponierte Stücke und improvisierte Momentaufnahmen im Waldhausstudio Birkholz in Zusammenarbeit mit Mohi Buschendorf aufgenommen und collagiert. Das Album behandelt pianistische Nahaufnahmen, stark vergrößerte kleine klangliche Gesten und lebendigste Vielfalt im ganz Kleinen, ähnlich wie das Zusammenleben verschiedenster Mikroorganismen auf-, neben-, und übereinander.

Naturalistische Klavierklänge verschmelzen mit Overdub-Klangimprovisationen im Inneren des Klaviers und eröffnen einen stetigen Wechsel zwischen den klanglichen Welten und Vergrößerungsstufen.

Das Album ist ab dem 26.03.26 auf allen gängigen Streamingplattformen, als Bandcamp Download sowie in ganz besonderer Form bei Konzerten erhältlich.

rec./mix./mstr.: Mohi Buschendorf
Artwork: Lisa Zwinzscher

ENG:

With „Mikroskope“, Marius Moritz presents his second solo album. Over a period of three years, the Magdeburg jazz pianist recorded and collaged composed pieces and improvised snapshots in the Waldhausstudio Birkholz in collaboration with Mohi Buschendorf. The album deals with pianistic close-ups, greatly magnified small sonic gestures and the most lively diversity in the very small, similar to the coexistence of various microorganisms on, next to, and on top of each other. Naturalistic piano sounds merge with overdub sound improvisations inside the piano, opening up a constant change between the sonic worlds and magnification levels. The album is available from 26.03.26 on all common streaming platforms as well as in a very special form at concerts.

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„Raum, Zuwendung und Zeit“ (VÖ: 20.11.20, Suninga Records)

als Bandcamp-Download, auf spotify und i-tunes sowie als CD (Bestellung u.a. über meinen Kontakt)

Videos vom Live Recording auf meiner Media-Seite bzw. Youtube.

Der Titel meines ersten Solo-Albums entstammt einem Zitat des Landschaftsarchitekten Dieter Kienast, der darin diese drei Begriffe als zentrale Bedürfnisse eines Gartens formuliert und sie gleichzeitig als die am kostbarsten gewordenen Eigenschaften unserer Tage beschreibt. Für mich lässt sich das Prinzip von Raum, Zuwendung und Zeit vollkommen auf die „einsame“ Beschäftigung mit dem eigenen Instrument übertragen. Tägliche Zuwendung, Geduld, langsames Wachstum, Selbstbetrachtung, kleine, einsame Fortschritte und lebenslanges Arbeiten, also ein Lebens-Werk. Das klingt nach mühsamer, niemals endender Sisyphos-Arbeit, ist aber eigentlich viel mehr ein Prozess, an dem auch lebenslang neue Entdeckungen möglich sind, dessen Wachstum sich also nie erschöpft. Diese Aufnahme ist nur eine erste Lese.

Zwar ist sie in einer relativ kurzen Zeit entstanden, fasst jedoch meine solo-pianistische Arbeit einiger Jahre zusammen, die als Gegenpol zu meinen Ensembles funktioniert und dabei der kreative Boden für meine gesamte Arbeit ist. Meine Beschäftigung mit Alter Musik, mit stilistisch ungebundener Improvisation, mit spontaner Komposition, mit Langsamkeit und Ausdauer und meine Forschungsarbeit an diesem zeitlosen und gleichzeitig doch historisch so aufgeladenen Instrument sind die Themen des Albums.

Es vereint Improvisationen und Eigenkompositionen. Aufgenommen wurde es an einem einzigen Nachmittag auf dem Instrument des Entstehens, meinem Grotrian-Steinweg Klavier von 1918. Und aufgenommen am Ort des Entstehens: Zuhause, dem Ort meines Lernens, der musikalischen „Selbst“-Beschäftigung, an dem das Nachdenken über Musik auf das Nachdenken über die Welt und die Notwendigkeiten des Alltags trifft.